Pressemitteilungen der Fraktion

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Nr. 13: Der gute Mann aus Wülfrath…

Ein Mann hat sich für zwei Wuppertaler Parteien besonders große Spendierhosen angezogen:

der Wülfrather Bauunternehmer Uwe Clees hat laut Veröffentlichung des Bundestages 1999 250.000 DM an die SPD (durch seine C & W Bauträgergesellschaft mbH) und 100.000 DM (durch die Firma KACE; Adresse wie C & W) sowie 25.000 DM an die CDU im Tal gespendet.

Die Menschen im Tal fragen sich zu Recht, woher diese hohe Spendenbereitschaft an die beiden großen Parteien in Wupperal kommt.

Diese Frage können die GRÜNEN nicht beantworten, denn wir haben Herrn Clees nicht dazu befragt.

Sinnvoll ist es jedoch, das Engagement des Herrn Clees in Wuppertal zu würdigen.

Peter Vorsteher, Fraktionssprecher der GRÜNEN:

"Die Politik von Uwe Clees ist von Erfolg gekrönt. Er bekam den Zuschlag für den Wicküler Park, dem Projekt, das einzig von den GRÜNEN abgelehnt wurde; CDU und SPD haben das Vorhaben unterstützt.

Die großen Parteien in Wuppertal haben Herrn Clees auch sehr unterstützt in seinem Vorhaben, ein FOC auf Wuppertaler Stadtgebiet zu bauen. Nach massivem Widerstand seitens der GRÜNEN, dem Einzelhandel und vielen BürgerInnen kam das endgültige Aus vom Regierungspräsidenten: ein FOC am Otto-Hausmann-Ring wäre zentrenunverträglich.

Viele Projekte hat der Unternehmer Clees in Wuppertal realisiert, einige sind noch in Arbeit. Die Parteien SPD und CDU, die Herrn Clees in den meisten Projekten unterstützt haben, bekamen großzügige Spenden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt."

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14.02.2001
Nr. 12: GRÜNE:

Kleine Höhe von der Entwicklung überrollt

“Die GRÜNEN vertraten schon immer die Auffassung, dass die Kleine Höhe als Gewerbegebiet absolut überflüssig ist. Jetzt hat sich auch die Verwaltung dieser Meinung angeschlossen: im ´Handlungsprogramm Umnutzung von ehemaligen Bahnflächen´ (Drs. 4737/00) wird eine Fläche von 200 ha genannt, die für die Ansiedlung von Gewerbe nutzbar gemacht werden kann. Hinzu kommt die Schließung der Bundeswehrkaserne. Wuppertal verfügt also über genügend zusätzliches Potenzial an Gewerbeflächen,” so Anja Liebert, Fraktionssprecherin der GRÜNEN.

Dies war die wichtigste Erkenntnis einer Veranstaltung vor Ort, gemeinsam ausgerichtet von der Velberter und der Wuppertaler Ratsfraktion von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN.

Nach einer Ortsbesichtigung wurden im China-Restaurant “Zum Asbruch” zwischen AnwohnerInnen, Vertreterinnen von Umweltverbänden und Landwirten die Argumente gegen die Ausweisung der Kleinen Höhe als Gewerbegebiet ausgetauscht.

Die Umweltverbände betonten die ökologische Bedeutung der Fläche, die Landwirte wiesen auf die Bedeutung als Ackerfläche gerade wegen der anstehenden Neuausrichtung der Landwirtschaft aufgrund der BSE-Krise hin.

“Wirtschaftsförderung der siebziger Jahre” – so bezeichnete der bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Thomas Rommelspacher die Konzeption des Gewerbegebietes auf der grünen Wiese.

Ein weitere schlagenden Argument: Die Erschließung der kleinen Höhe würde ca. 20 Mio. DM kosten ” Geld, das die Stadt nicht hat.

“Ein kluger Kaufmann würde bei solchen Voraussetzungen die einzig vernünftige Entscheidung treffen: Stop der Pläne für das Gewerbegebiet Kleine Höhe,” so der bündnisgrüne Fraktionssprecher Peter Vorsteher.

“Wir werden uns weiter gegen dieses unsinnige und ökologisch gefährliche Projekt einsetzen und wir ermuntern die Menschen vor Ort, sich mit allen legalen Mitteln zu wehren.”

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12.02.2001
Nr. 11: Finanzmisere der Bergischen Städte:

Bergische GRÜNE schreiben Offenen Brief an

GRÜNE Landtags- und Bundestagsfraktion

Die bündnisgrünen Fraktionen Solingen, Remscheid und Wuppertal wenden sich in einem Offenen Brief an die GRÜNE Landtags- und Bundestagsfraktion, um auf die desolate Finanzsituation der drei Kommunen aufmerksam zu machen.

Die drei Fraktionen beschreiben die finanziellen Auswirkungen der Steuerreform des Bundes sowie des Zweiten Modernisierungsgesetzes des Landes NRW auf ihre Städte und fordern dazu auf, über eine Gemeindefinanzreform zu diskutieren, die die Handlungsfähigkeit der Kommunen gewährleistet.

Peter Vorsteher, Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion Wuppertal:

"Der Kämmerer Dr. Slawig hat in den letzten Wochen Zahlen vorgelegt, die für Wuppertal verheerende Konsequenzen bedeuten können.

Wir wenden uns an die GRÜNEN Verantwortlichen in Bund und Land, weil Wuppertal, aber auch die anderen Kommunen aus eigener Kraft die Kosten, die von Bund und Land auf uns abgewälzt werden, nicht mehr schultern können. Wir fürchten um die grundgesetzlich verankerte Selbstverwaltung der Kommunen und erwarten von den Bundes- und LandesGRÜNEN Unterstützung, um diese aufrechterhalten zu können."

Anlage:

Offener Brief an die Fraktionen Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bundestag und im Landtag NRW

Finanzielle Situation der Kommunen

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir alle haben zu Zeiten der Kohl-Regierung auf dem Konnexitäts-Prinzip beharrt, das da heißt: wer bestellt, soll auch die Rechnung zahlen.

Wir erinnern uns an zahlreiche Vorhaben der damaligen Regierung, bei denen die Kosten vor allem auf die Länder und die Kommunen abgewälzt wurden. GRÜNE haben sich immer für die verfassungsrechtlich garantierte Selbstverwaltung der Kommunen eingesetzt; wir fragen uns nun aber, ob das nur Lippenbekenntnisse waren.

Wir sind beteiligt an der Regierung auf Bundes- und Landesebene NRW und müssen konstatieren, dass sich trotz Rot-Grün an dem Prinzip nichts geändert hat.

Durch das Steuerentlastungsgesetz des Bundes wird der Anteil der Kommunen am Einkommensteueraufkommen (das grundgesetzlich garantiert ist) erheblich verringert. Der Deutsche Städtetag rechnet mit Ausfällen allein durch die Steuerreform von 8,3 Milliarden DM. Durch die staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge wird mit einem weiteren Minus von von 2,2 Milliarden DM gerechnet.

Die Städte müssen weitere Einbußen hinnehmen durch geringere Schlüsselzuweisungen und Investitionspauschalen, die aus dem Steuerverbund des Landes gespeist werden.

Durch das Zweite Modernisierungsgesetz des Landes NRW werden gerade größere Städte durch die Verlagerung verschiedener sozialer Aufgaben auf die Kommunen erheblich belastet, was durch die Senkung der Landschaftsumlage nicht einmal ansatzweise aufgefangen wird.

Die Folgen für die Kommunen sind verheerend:

In allen Städten müssen Leistungen zurückgefahren werden, gerade im Sozial- und Kulturbereich steht zu befürchten, dass die Existenz von Initiativen und Freien Trägern auf dem Spiel steht, die Angebote für BürgerInnen werden zumindest stark eingeschränkt werden müssen bis hin zu der Befürchtung, dass Kommunen aufgrund der verschlechterten finanziellen Situation noch nicht einmal ihren Pflichtaufgaben nachkommen können.

Beispiel Solingen

Die Einbringung des Haushaltes in Solingen wurde im November 2000 verschoben, da sich die Steuerprognosen drastisch verschlechterten (u.a. Wegfall der Einkommenssteuer im zweistelligen Millionenbereich)

Folge: Allen Ressorts wurden weitere umfangreiche Kürzungen für den Haushaltsentwurf abverlangt, es droht erneut " wie in der Zeit von 1996-1998 " ein nicht genehmigter Haushalt, dem wiederum hauptsächlich mit Veräußerungserlösen bzw. Verkauf des städtischen "Tafelsilbers" begegnet werden wird. In 1996 " 1998: nahezu Komplettverkauf des städtischen Wohnbesitzes; zur Zeit in Arbeit: Teilverkauf der Stadtwerke zu 49,9%, obwohl sich die Stadtwerke bislang hervorragend im liberalisierten Markt behaupten können. Angedacht sind Verkäufe des städtischen Entsorgungsbetriebes, Gerüchte gibt es zum Verkauf des Krankenhauses, welches seit Jahren schwarze Zahlen schreibt. Zudem stehen diverse Einrichtungen aus dem kulturellen, sozialen und sportpolitischen Bereich vor der Schließung (Hallenbad und Eissporthalle, Jugend- und Drogenberatung, SOS Rassismus u.a.).

Damit werden die Grundlagen der kommunalen Selbstverwaltung doppelt in Frage gestellt: der Rat verliert die inhaltliche Einflussnahme auf das Verwaltungshandeln und ihm werden weitere Bereiche gemeindlicher Aufgabenerledigung entzogen. Es profitiert die Privatwirtschaft und die großen Konzerne im Energieversorgungsbereich. Mit Hilfe der Bundesregierung kann so ein gigantischer Vermögensumverteilungsprozess vom kommunal kontrollierten Gemeineigentum hin zum konzernorientierten Privateigentum vollzogen werden. Hier wäre es u.E. Aufgabe von Landes- und Bundesregierung, aktiv gegen zu steuern.

Wir erbitten entsprechende Aktivitäten.

Beispiel Remscheid

Mindereinnahmen bzw. Mehrbelastungen durch das Steuerentlastungsgesetz und das 2. Modernisierungsgesetz saldieren sich allein für das Jahr 2001 auf insgesamt 17.2 Mio. DM.

Die Mindereinnahmen des Steuerentlastungsgesetzes betragen von 2001 bis 2008 rund 111 Mio. DM, die Mehrbelastungen durch das 2. Modernisierungsgesetz belaufen sich für die Jahre 2001 bis 2004 auf rund 13.5 Mio. DM.

Zur Information: Die Stadt Remscheid hat seit 1994 keinen genehmigten Haushalt. Zur Deckung der laufenden Ausgaben müssen seitdem Kassenkredite aufgenommen werden. Das heißt, die o.g. Mehrbelastungen werden ausschließlich durch zusätzliche Kassenkredite finanziert. Unter anderem dadurch steigt die Belastung der Stadt durch zusätzliche Zinsen auf Kassenkredite um weitere rund 49 Mio. DM (2001 "2008). Dies führt dazu, dass der Höchststand der aufgenommenen Kassenkredite bei 605 Mio. DM im Jahre 2010 liegen wird. Und das bei einem Volumen des Verwaltungshaushaltes in Höhe von rund 450 Mio. DM.

Zum Vergleich: Aufgenommene Kredite für langfristige Investitionen liegen heute bei rund 180 Mio. DM.

Beispiel Wuppertal

Der Kämmerer hat (vor allem aufgrund der Steuerreform) einen Einnahmeausfall für 2001 von 80 Millionen DM konstatiert, 2002 von 69 Mio. DM, 2003 von 93 Mio. DM.

Durch das Zweite Modernisierungsgesetz NRW hat Wuppertal trotz Senkung der Landschaftsumlage eine Mehrbelastung von ca. 13 Mio DM.

Die Folge ist eine jetzt verhängte Haushaltssperre, alle Geschäftsbereiche müssen Einsparvorschläge zur Konsolidierung leisten. In "Soziales und Kultur" sind z.B. 5,75 Prozent einzusparen. Im Ergebnis steht zu befürchten, dass gravierende Einschnitte bei den Sozialen Diensten, den Kindergärten, den Schulräumen, der Stadtbibliothek getätigt werden müssen.

Das wäre der soziale Kahlschlag in Wuppertal. Die konservative Mehrheit im Rat denkt schon sehr laut darüber nach, das Tafelsilber der Stadt zu verkaufen; z.B. die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft, die der Garant für eine ausreichende Zahl von Sozialwohnungen ist.

Ihr seht aus den vorangegangenen Beispielen, dass die Kommunen im wahrsten Sinne des Wortes am Ende sind und Kommunale Selbstverwaltung anmutet wie ein Traum aus besseren Tagen.

Was erwarten wir von Euch?

Mit diesem Brief fordern wir Euch auf, Euch stark zu machen für eine Gemeindefinanzreform, die den Städten wieder die kommunale Selbstverwaltung ermöglicht.

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12.02.2001
Nr. 10: GRÜNE fragen nach VerbraucherInnenschutz in Wuppertal

Neun Fragen

In Besorgnis um die Gesundheit der Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger in Zusammenhang mit der BSE-Krise stellt die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN in der Ratssitzung am 12.02.2001 folgende Anfrage:

1. Welche konkreten Auswirkungen hat die BSE-Krise auf die landwirtschaftlichen Betriebe in Wuppertal bezogen auf die finanzielle Situation und die Bestandssicherung für Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe?

2. Welche Maßnahmen sind aus Sicht der Verwaltung erforderlich, um die landwirtschaftlichen Betriebe in Wuppertal konkret zu unterstützen (z.B. im Rahmen des Projektes "Förderung der Landwirtschaft") und wie stellt sich hier die personelle und finanzielle Situation dar?

3. Was unternimmt die Stadt Wuppertal, um ihren Einfluss dahingehend auszuüben, dass verstärkt Erzeugnisse am ökologischen Anbau bzw. Markenprodukte mit Qualitätssiegel aus regionaler Vermarktung in Kantinen der Verwaltung, Tageseinrichtungen und Heimen ausgesetzt werden?

4. Welche Vorkehrungen zum VerbraucherInnenschutz sind in Wuppertal zur Bekämpfung von BSE getroffen worden bzw. welche sind vorgesehen?

5. Wie beurteilt die Verwaltung die personelle und finanzielle Situation im Bereich des Lebensmittelüberwachungswesens bzw. beim Chemischen Untersuchungsinstitut? Reichen diese aus, um den Schutz der VerbraucherInnen zu gewährleisten?

6. Wie stellt sich die Tätigkeit der Verbraucherzentrale in Wuppertal in dem angesprochenen Zusammenhang dar und wie ist dies finanziell abgesichert?

7. Wie stellt die Verwaltung sicher, dass bei der Entsorgung von Reststoffen aus der Verarbeitung von Rindern alle Möglichkeiten des Übergangs von Krankheitserregern in die Nahrungskette ausgeschlossen werden.

8. Welche Aktivitäten sind von der Stadt geplant, um den Wuppertaler Bürgerinnen und Bürgern Informationen zum Thema Landwirtschaft, VerbraucherInnenschutz, Ernährung und Gesundheit bereitzustellen?

9. Wie wird die Gesamtkoordination aller oben angesprochenen Maßnahmen sichergestellt?

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06.02.2001
Nr. 9: GRÜNE:

Luisenstraße bleibt zu!

Mit großer Freude nimmt die Ratsfraktion von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN eine Stellungnahme des Rechtsamtes zur Frage der Zuständigkeit beim Thema Luisenstraße zur Kenntnis: Das Rechtsamt stellt fest, dass die Friedrich-Ebert-Straße keine Straße überbezirklicher Bedeutung ist und damit der Rat auch nicht die Sophienstraße zu einer solchen erklären kann.

Besonders pikant an der Sache ist, dass die Klassifizierung der Friedrich-Ebert-Straße als Gemeindestraße mit geringer Bedeutung aus einem Antrag der Stadt Wuppertal resultiert und mit Bescheid der Bezirksregierung vom 15.3.2000 zum 31.12.2000 rechtskräftig geworden ist. Die Stadt Wuppertal hatte den Antrag gestellt, um beim Umbau der Neumarktstraße höhere Landeszuschüsse zu erhalten.

"Mit dieser Stellungnahme ist klar, dass für die Gestaltung der Luisenstraße allein die Bezirksvertretung Elberfeld zuständig ist. Und die BV wird mit der fortschrittlichen Mehrheit die Sperre an der Briller Straße belassen", so der Sprecher der bündnisgrünen Fraktion in der BV Elberfeld, Klaus Lüdemann.

Mit Verwunderung sieht die Sprecherin der bündnisgrünen Ratsfraktion, Anja Liebert, das Verhalten der CDU : "Es ist uns unverständlich, dass sich die CDU-Fraktion nicht umfassend über die Rechtslage informiert hat. Da wird ein ganzer Stadtteil unnötig in Unruhe versetzt, Bürgeranhörungen geplant und alles nur, weil die CDU in ihrer Arroganz der Macht ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat. Wir erwarten, dass die CDU nun öffentlich das Thema für beendet erklärt."

Die Ratsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN bedankt sich bei allen Institutionen und Einzelpersonen, die sich gegen die unsinnige und gefährliche Öffnung der Luisenstraße gewehrt haben.

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05.02.2001
Nr. 8: GRÜNE kritisieren Ausverkauf der städtischen Töchter

Der Ausverkauf der städtischen Töchter steht nach Einschätzung der Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN schon längst fest

"Der Antrag der CDU macht deutlich, dass der Startschuss zum Ausverkauf der städtischen Töchter jetzt gefallen ist," so Peter Vorsteher, Fraktionssprecher der GRÜNEN.

Der Ausverkauf der städtischen Töchter steht nach Einschätzung der Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN schon längst fest. Anders kann man den Antrag der CDU im Ausschuss Beteiligungssteuerung nicht lesen.

Dort hatte die CDU die Verwaltung beauftragt, einen Mitgesellschafter für das städtische Klinikum zu suchen.

CDU und FDP widersprechen ihrem eigenen Ende letzten Jahres beschlossenen Ratsantrag, der vorsah, die Beteiligungen der Stadt durch eine unabhängige Unternehmensberatung beurteilen zu lassen.

"Wir fordern die CDU/FDP-Mehrheit auf, die Katze aus dem Sack zu lassen und alle Verkaufspläne auf den Tisch zu legen", so Peter Vorsteher weiter, "es ist unseriös, nicht allein wegen der verheerenden Haushaltslage, eine 6-stellige Summe für eine Prüfung bereitzustellen, wenn die Entscheidungen schon gefallen sind. Ferner ist es unverantwortlich, solche Vorhaben ohne die Beteiligung der Beschäftigten der städtischen Töchter zu planen."

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01.02.2001
Nr. 7: GRÜNE:

Schließung des Bundeswehrstandortes ist Chance für Wuppertal

Obwohl der Verlust der Arbeitsplätze für die Betroffenen schmerzvoll ist, ist die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN der Meinung, dass die Schließung des Bundeswehrstandortes auf Scharpenacken mittelfristig für Wuppertal eine Chance für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung bedeutet.

"Wenn die Stadt die Flächen des Standortes günstig vom Bund erwerben kann, ergibt sich eine Fülle von Nutzungsmöglichkeiten," so Peter Vorsteher, Fraktionssprecher der Bündnisgrünen, "wir stellen uns eine Kombination aus Gewerbe, Wohnen und Freizeit vor."

Das Gelände des Bundeswehrstandortes ist sowohl für den Einfamilien- und Mehrfamilienhausbau geeignet als auch für die Weiterentwicklung der Technologieachse Süd mit hochwertigem Gewerbe. Planungen, die bisher das Landschaftsschutzgebiet der Gelpe betrafen, könnten umweltverträglicher auf dem Gebiet des Bundeswehrstandortes realisiert werden.

Darüber hinaus bietet sich die Grünfläche des Scharpenackens als Naturschutzgebiet für die Naherholung der Wuppertalerinnen und Wuppertaler an.

"Keinesfalls", so Peter Vorsteher weiter, "sollte jetzt einseitig nur an die Ansiedlung von großflächigem Gewerbe gedacht werden. Die zuständigen Gremien haben jetzt die Aufgabe, behutsam die Möglichkeiten einer nachhaltigen Stadtentwicklung herauszuarbeiten."

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29.01.2001
Nr. 6: GRÜNE wollen Luisenstraße nicht in der nächsten Ratssitzung behandeln

Die bündnisgrüne Ratsfraktion fordert die CDU auf, endlich Abstand von ihrem 49-Punkte-Programm zu nehmen.

Nach dem gestern gefassten Beschluss der Bezirksvertretung Elberfeld, vor einer Öffnung der Luisenstraße zunächst eine Bürgeranhörung durchzuführen, fordert die Ratsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN den Oberbürgermeister auf, die Drucksache zur Öffnung der Luisenstraße nicht auf die Tagesordnung des Rates am 12.02.01 zu setzen.

"Alle AnwohnerInnen, die Herderschule, die Neue Kirche Sophienstraße, die IG Luisenstraße und die Bezirksvertretung sind gegen die Öffnung. Da darf die Stadt doch nicht Fakten schaffen und die Meinung der Menschen im Stadtteil übergehen! Auch reicht die Zeit für eine gut vorbereitete Bürgeranhörung bis zur Ratssitzung nicht aus", so Anja Liebert, Fraktionssprecherin der GRÜNEN.

Die bündnisgrüne Ratsfraktion fordert die CDU auf, endlich Abstand von ihrem 49-Punkte-Programm zu nehmen. "In Zeiten knapper Kassen muss endlich auch der CDU klar werden, dass ihr kleingeistiges Abarbeiten von verkehrspolitischen Mosaiksteinchen weder die Zukunft gestaltet noch in den finanziellen Auswirkungen tragbar ist", so Anja Liebert abschließend.

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24.01.2001
Nr. 5: GRÜNE: Vorgehen des EEV ist unverantwortlich

Als unverantwortlich bezeichnet die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Petra Bill, die nun erfolgte Aufkündigung des Kompromisses.

Als unverantwortlich bezeichnet die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Petra Bill, die nun erfolgte Aufkündigung des Kompromisses, der von der Stadt, dem Elberfelder Erziehungsverein und anderen Trägern gefunden wurde, um Kindergartenplätze zu sichern.

Hatte noch im letzten Jahr der Verhandlungsführer für die evangelische Kirche und den EEV seine Zustimmung gegeben, so wird sie nun wieder zurückgezogen.

Petra Bill: "Das ist ein harter Schlag nach den mühevollen und langwierigen Verhandlungen und auch ein Affront gegen alle, die an diesem Kompromiss mitgearbeitet haben und trifft auch die anderen freien Träger".

Damit wird auch die gerade gewonnene Hoffnung in den Kindertageseinrichtungen zunichte gemacht. Jetzt geht die Zitterpartie für alle Beteiligten wieder los: Werden wir gemeinsam eine Lösung finden?

Petra Bill: "Wenn eine Übernahmelösung im letzten Jahr gefunden worden wäre, hätten durchaus noch Chancen bestanden, dass andere Träger die Einrichtungen übernehmen. Aber mit der jetzt verhängten Haushaltssperre haben sich die Chancen dafür dramatisch verschlechtert. Trotzdem hat die Stadt die Pflicht, für eine ausreichende Zahl an Kinderbetreuungseinrichtungen zu sorgen. Wir können den Kindern, Eltern und Erzieherinnen keine weitere monatelange Hängepartie zumuten."

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23.01.2001
Nr. 4: GRÜNE:

CDU agiert verkehrspolitisch wie die Axt im Walde

Die GRÜNE Fraktion ist empört über das Vorgehen von CDU und FDP, die in der gestrigen Sitzung des Verkehrsausschusses die Rechte der Bezirksvertretung Elberfeld außer Kraft gesetzt haben.

Kurzerhand wurden Sophienstraße und Luisenstraße dem Hauptverkehrsstraßennetz zugeordnet. Nur mit diesem Taschenspielertrick konnte die CDU verkehrspolitisch auf Elberfelder Straßen Einfluss nehmen, die originär in die Entscheidungskompetenz der Bezirksvertretung fallen. Die GRÜNE Fraktion wendet sich entschieden dagegen, die Aufgabenbereiche der Bezirke einzelnen politischen Begehrlichkeiten zu opfern. Die GRÜNEN setzen sich für eine Stärkung der Bezirke ein.

Die GRÜNE Fraktion war von Anfang an gegen die Öffnung der Luisenstraße, da der Durchgangsverkehr in der Nordstadt eine zu starke Belastung für die AnwohnerInnen (gerade auch für Kinder) und den Einzelhandel bedeuten würde.

Die BV Elberfeld hatte schon in der Oktobersitzung letzten Jahres einen Beschluss zu verkehrsberuhigenden Maßnahmen für den Bereich der Luisenstraße zwischen Sophienstraße und Briller Straße getroffen. In der Sitzung der BV steht am 24.01.01 ein Antrag von den GRÜNEN auf der Tagesordnung, der konkrete verkehrsberuhigende Maßnahmen aufführt.

Ein weiterer Aspekt des gestern gefassten Beschlusses ist der Wegfall der Busspur auf der westlichen Seite der Briller Straße, der von der konservativen Mehrheit mit dem Argument des besser fließenden Individualverkehrs durchgesetzt wurde.

Alle Bus-NutzerInnen können sich von nun an in die PKW-Schlangen einreihen. Ein Beitrag zur Attraktivierung der öffentlichen Verkehrsmittel ist dies wahrlich nicht. Auch hier wurden die Rechte der Bezirksvertretung Elberfeld und Elberfeld-West ignoriert, da diese im Vorfeld hätten angehört werden müssen. Wir hoffen auf den regen Widerstand der Bezirksvertretung angesichts dieses Rechtsbruches.

Weder aus verkehrlichen Gesichtspunkten noch angesichts der Haushaltssperre der Stadt sind die Kosten für die Öffnung der Luisenstraße von mindestens 107.000 DM politisch zu rechtfertigen.

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16.01.2001
Nr. 3: Jahresbilanz und Perspektiven für Wuppertal:

GRÜNE sind die einzig relevante Opposition

GRÜNE Politik heißt, dem Flächenfraß entgegenzutreten:

Die Landschaftszerstörung Wuppertals muss beendet werden. Die GRÜNEN haben sich auch im letzten Jahr aktiv dafür eingesetzt. Einige Beispiele: keine Ausweisung der Kleinen Höhe als Gewerbegebiet, keine Bebauung der Luhnsfelder Höhe, der Rahmenplan Tesche. Die Fraktion stellte im Rat den Antrag, keine Neuausweisung von Bauland am Stadtrand zu beschließen. Ein Erfolg GRÜNER Politik ist es, dass kein FOC am Otto-Hausmann-Ring errichtet wird. Der Regierungspräsident ist mit uns und den Umweltinitiativen der Auffassung, dass die Deponie Eskesberg unter Naturschutz gestellt werden soll.

Die Stadtplanung in Wuppertal muss von Politik und Verwaltung betrieben werden. Die Fraktion kritisiert, dass entscheidende Planungen immer öftter Investoren überlassen werden bzw. deren Forderungen gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger durchgesetzt werden.

In der Stadtentwicklung muss eine klare Linie entwickelt werden: Es ist grundlegend falsch, in Zeiten knapper Kassen Parkleitsysteme und die Senkung von Parkgebühren zu beschließen anstatt die Lebensqualität in den Stadtteilen nach den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger zu gestalten. Wir setzen uns für die Stadt der kurzen Wege ein.

Ein Ziel der GRÜNEN ist die soziale Stadt Wuppertal:

Die Schere zwischen Reich und Arm klafft auch in unserer Stadt immer weiter

auseinander. Die GRÜNEN engagieren sich dafür, diesen Trend zu stoppen.

Ein Erfolg ist in diesem Zusammenhang, dass die Arbeitsplätze im Tal ausgebaut werden konnten. Der Wuppertaler Weg, SozialhilfeempfängerInnen wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern war und ist ein voller Erfolg.

GRÜNE Politik heißt auch, Prävention an die erste Stelle politischen Handelns zu setzen.

Die GRÜNE Fraktion engagiert sich dafür, Migration und Integration zu stärken. Auch wenn solche Maßnahmen nicht umsonst zu haben sind, können sie Rechtsextremismus und Gewalt vorbeugen.

Ein Erfolg ist in diesem Zusammenhang die finanzielle Sicherung der alten Feuerwache Gathe und der hoffentlich baldige Neubau der Sporthalle Gathe, die im Zusammenhang zu sehen sind.

Ein weiterer Erfolg in der Prävention ist es, dass Wuppertal endlich den Druckraum auf den Weg gebracht hat. Damit kann unter anderem der steigenden Zahl von Drogentoten begegnet werden.

Der ausgehandelte Kompromiss mit dem Elberfelder Erziehungsverein wurde von den GRÜNEN unterstützt, weil das Wohl der Kinder im Zentrum unseres Handels steht und wir wollen, dass Frauen nicht an einer Erwerbstätigkeit gehindert werden, weil sie keinen Kinderbetreuungsplatz für ihr Kind finden können.

Die GRÜNE Fraktion hat erreicht, dass im Frühjahr 2001 die Aktion SOS Handys startet, um die Sicherheit von Frauen zu stärken: Frauen, die sich kein Handy leisten können, sollen in Notsituationen Hilfe rufen können.

Angesichts des neuen, gravierenden finanziellen Defizits der Stadt werden sich die GRÜNEN für ein neues Gemeindefinanzierungsgesetz stark machen, denn nicht nur Wuppertal, viele Kommunen sind an die Grenzen ihrer finanziellen Kapazitäten gelangt oder haben diese schon überschritten.

Trotzdem wurde von den großen Fraktionen kurz vor der Kommunalwahl beschlossen, dass ihre Fraktionsgeschäftsstellen personell aufgestockt wurden.

Trotzdem wurde die Zahl der Beigeordneten aufgestockt. Trotzdem wurden die Parkgebühren im Innenstadtbereich halbiert.

Die GRÜNE Fraktion wird trotz aktueller Mehrheiten ihre soziale und ökologische Politik verfolgen.

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15.01.2001
Nr. 2: GRÜNE: Röhrenrutschen wieder einsetzen

In der heutigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses erkundigen sich die GRÜNEN bei der Verwaltung über die aktuelle Entwicklung der Röhrenrutschen.

In der heutigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses erkundigen sich die GRÜNEN bei der Verwaltung über die aktuelle Entwicklung der Röhrenrutschen.

Petra Bill, kinderpolitische Sprecherin der GRÜNEN:

"Genau wie die Politik möchten auch Kinder, Eltern und andere interessierte BürgerInnen wissen, ob die Röhrenrutschen an den Standorten Giradet- und Roonstraße eingesetzt werden können. Gerade im kommenden Frühjahr müssen die Röhrenrutschen für die Kinder wieder zur Verfügung stehen. Über den Stand der gerichtlichen Auseinandersetzung ist die Öffentlichkeit bislang nicht informiert worden. Dies soll in der heutigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses beendet werden."

Die Anfrage zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 16.01.2001 im Wortlaut:

Die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN bittet die Verwaltung, zur nächsten Jugendhilfeausschusssitzung am 16.01.2001 einen aktuellen Bericht über den Verfahrensstand der gerichtlichen Auseinandersetzung zum Standort der Röhrenrutschen Giradet- und Roonstr. zu geben.

Hält die Verwaltung es für möglich, dass den Wuppertaler Kindern die Röhrenrutschen schon im Frühjahr 2001 wieder an den genannten Orten zur Verfügung gestellt werden können oder aber sind andere Standorte vorgesehen?

Begründung:

Viele engagierte Eltern, Kinder und weitere BürgerInnen haben sich für den Erhalt der Röhrenrutschen an den ursprünglichen Standorten eingesetzt. Diese Menschen haben ein großes Interesse daran, den aktuellen Sachstand zu erfahren.

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15.01.2001
Nr. 1: Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksvertretung Elberfeld-West

GRÜNE für Naturschutz am Eskesberg

Seit 1996 liegt der Bezirksregierung ein Antrag vor, das Gelände der ehemaligen Deponie am Eskesberg unter Naturschutz zu stellen. Wuppertaler Naturschutz- und Umweltverbände hatten ihn gestellt. Petra Lückerath, Grüne Bezirksvertreterin in Elberfeld-West, dazu: "Bündnis 90/DIE GRÜNEN hat diesen Antrag von Anfang an unterstützt. Die Bezirksvertretung stand dem Antrag mehrheitlich positiv gegenüber, die SPD-Fraktion hatte bei den vorletzten Haushaltsberatungen noch Geld zu diesem Zweck beantragt. Zuletzt habe ich im April 2000 die Antragsteller, die zuständige Fachverwaltung und die Presse zu einem gemeinsamen Rundgang über das Gelände eingeladen, um vor Ort über den Sachstand zu informieren. 31 Vogelarten und 269 Schmetterlingsarten, davon einige vom Aussterben bedroht, sind inzwischen am Eskesberg beheimatet. Auch die Pflanzenvielfalt an dieser Stelle spricht für eine Unterschutzstellung. Aber unabhängig von der zukünftigen Nutzung des ehemaligen Deponiegeländes muss nun dringend mit der notwendige Sanierung begonnen werden. Vor Allem bei dem leckgeschlagene Regenwasserückhaltebecken besteht Handlungsbedarf, da das Grundwasser gefährdet ist. Dies bedeutet auch ein Gefährdung der Bevölkerung. Die gesamte Sanierung wurde bereits am 25.04.00 in der Bezirksvertretung einstimmig beschlossen. Der Oberbürgermeister täte im Sinne der Demokratie gut daran, die Beschlüsse der zuständigen Bezirksvertretungen ernster zu nehmen und entsprechend umzusetzen."

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Die GRÜNEN in Wuppertal
https://www.gruene-wuppertal.de/fraktion/presse/weg-frei-fur-bessere-burgerbeteiligung/