Anträge der Fraktion

Resolution an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Gemeinsame Resolution der Fraktionen von CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP, DIE LINKE und WfW zum Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit am 19.04.2012

Sehr geehrter Herr Norkowsky,

die Fraktionen von CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP, DIE LINKE und WfW beantragen, der Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit möge beschließen, folgende Resolution an die Bundesministerien für Arbeit und Soziales, Frau Dr. von der Leyen, zu richten:

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

der Sozialausschuss der Stadt Wuppertal begrüßt die Förderung von Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien im Bildungsbereich. Eine gute Bildung eröffnet Chancen für die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen. Die Mitglieder des Ausschusses halten jedoch die Bedingungen für die Gewährung von Mitteln beim Bildungs- und Teilhabepaket bei der Lernförderung für zu restriktiv. Auch sind die bürokratischen Hürden des vom Bund auferlegten Bildungs- und Teilhabepaket für die Antragssteller in diesem Bereich zu hoch.

Gefördert wird hier nur ein Minimalziel wie das Erreichen des Klassenziels oder eines Schulabschlusses. Daher richtet der Sozialausschuss des Rates der Stadt Wuppertal den Appell an Sie, die Anspruchsvoraussetzungen für die Lernförderung so zu erweitern, dass zum einen das Verfahren auf eventuell unnötige bürokratische Hürden für die Antragsteller überprüft wird und zum anderen durch gezielte Förderung auch ein der Begabung/den Fähigkeiten entsprechender höherer Bildungsabschluss erreicht werden kann. Es darf nicht sein, dass Kinder zurückbleiben, weil ihre Eltern finanziell nicht in der Lage sind, das Potenzial der Kinder zu fördern. Es ist nicht richtig, dass das Einkommen der Eltern über die schulische Zukunft unserer Kinder entscheidet. Es ist für uns unverzichtbar, gleiche Bildungs- und Förderungschancen zu gewähren. Ziel sollte es sein, die Potenziale von Kindern zu erkennen und sie dahingehend zu unterstützen, dass sie einen möglichst guten Bildungsabschluss erreichen können. Profitieren werden nicht nur die geförderten Kinder und Jugendliche, sondern letztendlich unsere ganze Gesellschaft, da Bildung und Kinder das Kapital unserer Zukunft sind.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Wessel (CDU)
Thomas Kring (SPD)
Ilona Schäfer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Eva Schroeder (FDP)
Petra Mahmoudi (DIE LINKE)
Kirsten Kroll (WfW)

Die Resolution wurde einstimmig beschlossen.

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14.03.2012

Die GRÜNEN in Wuppertal
https://www.gruene-wuppertal.de/fraktion/antraege/resolution-an-das-bundesministerium-fur-arbeit-und-soziales/