Anträge der Fraktion

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Nicht auf Kosten von Kindern und Jugendlicher sparen!

"Antrag an:
Hauptausschuss am 15.02.2006
Rat der Stadt Wuppertal am 20.02.2006

Beschluss: abgesetzt
"

“Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Mitglieder des Hauptausschusses und des Rates mögen folgende Resolution beschließen und der Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen übermitteln:

Nicht auf Kosten von Kindern und Jugendlichen sparen

Der Rat der Stadt Wuppertal appelliert an die Abgeordneten des Landtags Nordrhein-Westfalen, die im Haushaltsentwurf der Landesregierung vorgesehenen Kürzungen für Kinder, Jugendliche und Familien nicht mitzutragen.
Weiterhin appelliert der Rat an die Abgeordneten des Landtags, die Zuschüsse des Landes an die Kommunen für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Vorschulkindern im Rahmen der Novellierung des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder (GTK) nicht zu kürzen bzw. für einen finanziellen Ausgleich zu sorgen.

Sinkende Landeszuschüsse gefährden das Ziel einer qualitativ hochwertigen und quantitativ ausreichenden Versorgung mit Kindergartenplätzen, gerade auch für Kinder unter 3 Jahren. Hier erwartet der Rat nicht weniger, sondern mehr Unterstützung des Landes, um die gesetzlich vorgeschriebene Versorgungsquote von 20% bis zum Jahr 2010 zu erreichen.
Familienberatungsstellen, Eheberatung, Schuldnerberatung und Erziehungsberatung sind weitere Bereiche, die in der Vergangenheit empfindliche Einschnitte hinnehmen mussten. Sie unterstützen Eltern und damit auch Kinder. Ihre Zusammenführung mit Kindergärten hin zu Familienzentren, wie die Landesregierung es wünscht, ist mit den jetzigen Kürzungsabsichten unvereinbar.

Der Rat der Stadt Wuppertal fordert darüber hinaus die Einhaltung der im Jugendfördergesetz vorgesehenen Landesförderung für die Jugendarbeit in Höhe von 96 Millionen Euro. Über diese Förderhöhe war bei der Verabschiedung des Gesetzes im Jahr 2004 ein fraktionsübergreifender Kompromiss erzielt worden. Die Nichteinhaltung der Förderhöhe gefährdet nicht nur die Jugendarbeit und den Bestand von Jugendeinrichtungen, sie erschüttert auch zutiefst die Glaubwürdigkeit von Politik. Denn das Jugendfördergesetz war 2004 unter dem Engagement vieler Jugendlicher von einer Volksinitiative mit über 175.000 Unterschriften erkämpft worden. Der Rat unterstützt daher (wie bereits im Jahr 2004) das Ziel der erneuten Volksinitiative, die sich für die Einhaltung der Förderhöhe von 96 Millionen Euro einsetzt.

Der Haushalt der Stadt Wuppertal eröffnet in allen genannten Bereichen keine Möglichkeiten, den Ausfall der Landesfinanzierung zu kompensieren. Der Rat appelliert daher an die im Landtag vertretenen Parteien, nicht allein die schulische, sondern auch die vor- und außerschulische Bildung von Kindern und Jugendlichen in Kindergärten und Jugendeinrichtungen vor Kürzungen zu schützen.

Mit freundlichem Gruß

Gerta Siller
Fraktionssprecherin

Paul Yves Ramette
Stadtverordneter”

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07.02.2006
Frauenhäuser NRW auf jetzigem Niveau absichern

Gemeinsamer Antrag an:
Ausschuss für die Gleichstellung von Frau und Mann am 26.01.2006 Hauptausschuss am 15.02.2006
Rat der Stadt Wuppertal am 20.02.2006

Beschluss: als erledigt erklärt

“Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Frau Siller,

die Mitglieder des Ausschusses Gleichstellung von Frau und Mann, des Hauptausschusses und des Rates mögen folgende Resolution beschließen:

Der Ausschuss Gleichstellung von Mann und Frau und der Rat der Stadt bitten die Landesregierung dringend, die im Landeshaushalt 2006 vorgesehenen Mittelkürzungen für die Frauenhäuser zurückzunehmen.

Häusliche Gewalt gegen Frauen ist in der Bundesrepublik Deutschland, wie aktuelle Studien der Bundesregierung belegen, ein weit verbreitetes Problem, dessen Lösung langfristige und gebündelte Maßnahmen auf vielen Ebenen erfordert.

In den letzten Jahren gab es viele positive Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene im Bereich häuslicher Gewalt, die Einführung des Gewaltschutzgesetzes und die Veränderung des Polizeigesetzes in NRW, die flächendeckende Versorgung mit Frauenhäuser in NRW, sowie eine stärkere Vernetzung und Kooperation aller mit dem Thema befassten Akteure/Akteurinnen und Institutionen.

Für Frauen und Kinder in Gewaltbeziehungen können geschützte Unterbringungsmöglichkeiten überlebensnotwendig sein. Die Belegungszahlen zeigen, dass der Bedarf in den letzten Jahren nicht geringer geworden ist. Im Gegenteil: In den Frauen- und Mädchenhäusern kommen viele gesellschaftliche Probleme zusammen. Neue Aufgaben, etwa durch die Folgen von Hartz IV, Zwangsheirat und Ehrenmorde, sind hinzugekommen.

Seit 1979 gibt es in Wuppertal eine Zufluchtsstätte für von Gewalt betroffene Frauen, die in all den Jahren durchweg belegt war. Seit nun mehr als 25 Jahren haben die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses die Anti-Gewalt-Arbeit in Wuppertal entscheidend mit aufgebaut. Den Opfern häuslicher Gewalt konnte bisher ein qualitativ hochwertiges Unterstützungs- und Beratungsangebot zur Verfügung gestellt werden.

Darüber hinaus haben die Mitarbeiterinnen des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. in Wuppertal u. A. die Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes und die ƒnderung des Polizeirechts in NRW seit 2001 aktiv vor Ort unterstützt. Die Beratungen zum Gewaltschutzgesetz und nach einer polizeilichen Wegweisung werden ausschließlich durch die Beratungsstelle des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. angeboten.

Muss das Angebot des Vereins Frauen helfen Frauen aufgrund der Kürzungen reduziert werden, hat dieses sicherlich negative Auswirkungen auf die Unterstützung von Opfern häuslicher Gewalt in Wuppertal.

Der Ausschuss Gleichstellung von Mann und Frau und der Rat der Stadt bitten die Landesregierung, Sie die Verantwortung für die von Gewalt betroffenen Frauen und deren Kinder zu übernehmen, indem Sie ihre Entscheidung zurücknehmen und von Kürzungen in den Frauenhäusern absehen.

Mit freundlichem Gruß

Sylvia Meyer
Andrea Seipp
Christine Baumann
Bettina Granitzki”

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22.01.2006
Barrierefreier Internetzugang

"Ergänzungsantrag TOP 4, VO/0043/06: englischsprachige Internetseite: www.wuppertal.de an:
Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Stadtmarketing am 25.01.2006

Beschluss: einstimmig beschlossen"

Sehr geehrter Herr Hardt,

die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN beantragt folgende Ergänzung zum o.a. Antrag:

Die Internetseite der Stadtverwaltung wird barrierefrei gestaltet.

Begründung:
Der Rat der Stadt ist am 16.12.2002 einstimmig der Erklärung von Barcelona vom 24. März 1995 beigetreten. Darin ist u.a. festgehalten, dass Menschen mit Behinderungen gleichermaßen Zugang zu Dienstleistungen, Informationen, kulturellen, sportlichen und freizeitlichen Angeboten erhalten. Die Homepage der Stadtverwaltung ist eine Möglichkeit der Information über städtische Angebote, deshalb soll sie in allen Bereichen barrierefrei gestaltet werden.

Mit freundlichem Gruß

Lorenz Bahr
Stadtverordneter

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16.01.2006
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Die GRÜNEN in Wuppertal
https://www.gruene-wuppertal.de/fraktion/antraege/erste-schritte-zur-digitalen-vorreiterstadt-durch-ausbau-des-glasfasernetzes/