Anträge der Fraktion

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Einführung einer bürgerfreundlichen Baumschutzsatzung

Antrag der Fraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an den Ausschuss für Umwelt am 07.05.2019, den Hauptausschuss am 15.05.2019 und den Rat der Stadt Wuppertal am 20.05.2019

Der Antrag wurde beschlossen.

Sehr geehrte Frau Brücher,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Fraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragen, die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, des Hauptausschusses und des Rates mögen beschließen:

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, bis zur nächsten Gremienrunde eine bürgerfreundliche Baumschutzsatzung vorzulegen.

Kriterien dieser Baumschutzsatzung sollen u.a. sein:
- Geschützt werden lebende Laubbäume mit einem Stammumfang von mindestens 100 cm in 1 Meter Höhe.

- Obstbäume sind geschützt, wenn sich der Kronenansatz in einer Höhe von mindestens 170 cm befindet und der Stammumfang von 100 cm erreicht wird.

- Mehrstämmige Bäume sind geschützt, wenn mindestens einer der Stämme einen Mindestumfang von 40 cm aufweist und die Summe der Stammumfänge mindestens 100 cm beträgt.

- Bürgerinnen und Bürger werden verpflichtet, für jeden entfernten geschützten Baum Ersatzpflanzungen vorzunehmen.

- Mögliche Befreiungen werden festgelegt und im Einzelfall geprüft.

- Ist eine  Ersatzpflanzung nicht möglich, ist eine Ausgleichszahlung zu leisten.

- In besonders  begründeten  Fällen (z.B. zur Gefahrenabwehr) können Ausnahmen zugelassen werden.

Begründung:
Private und öffentliche Baumbesitzer*innen pflegen ihre Bäume in der Regel und wollen sie so lange wie möglich erhalten. Dennoch gibt es unterschiedliche Gründe, Bäume zu fällen. Damit ein ökologischer Ausgleich gefördert werden kann, ist es sinnvoll, eine Baumschutzsatzung einzuführen, die auf der einen Seite Bäume schützt, andererseits aber auch die Interessen der Bürger*innen berücksichtigt. Um diesem Interessensausgleich gerecht zu werden, soll es eine grundsätzliche Pflicht zur Pflanzung von Ersatzbäumen geben, es sei denn, in der Einzelfallprüfung ergeben sich Gründe für eine Ausnahmeregelung. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn Bäume Wohnungen stark verschatten oder Gebäudeschäden verursachen.

Die Bedeutung des Baumschutzes in Zeiten des Klimawandels gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Erhalt des  Naturhaushaltes innerhalb der Stadt und  die  Sicherung der Naherholung verbunden mit der Abwehr schädlicher Einwirkungen auf Menschen, Tiere, Bäume und Stadtbiotope verbessern das Wuppertaler Stadtklima. Der artenreiche Baumbestand in Wuppertal erfüllt zahlreiche wichtige Funktionen für den Klimaschutz, die Luftreinhaltung, den Artenschutz und die Temperaturregulierung in Hitzeperioden.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Schürmann                                                          Ilona Schäfer
Bürgermeisterin                                                             Stadtverordnete

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02.05.2019
Neuauflage des Kulturlandschaftsprogrammes

Gemeinsamer Antrag der CDU-Fraktion und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an den Ausschuss für Umwelt am 07.05.2019

Der Antrag wurde beschlossen.

Sehr geehrte Frau Brücher,

der Ausschuss für Umwelt möge in seiner Sitzung am 7.5.2019 wie folgt beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob und inwieweit eine Neuauflage des Kulturlandschaftsprogrammes, dessen letzte Verträge 2015 ausgelaufen sind, möglich ist und in Abstimmung mit dem Kämmerer, dem NRW-Umweltministerium und der EU als Fördermittelgeber entsprechende Naturschutzmaßnahmen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes eingeleitet werden können. Sollte dies nach Auffassung der Verwaltung aufgrund eines nicht darstellbaren Verwaltungsaufwandes (fehlende personelle Ressourcen) nicht möglich sein, wird sie gebeten zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen ggf. auch eine Abwicklung über die Biologische Station Mittlere Wupper möglich wäre.

Begründung:
Bis Ende 2015 gab es in Wuppertal ein durchaus gut funktionierendes Kulturlandschaftsprogramm auf der Grundlage der Rahmenrichtlinie des Vertragsnaturschutzes des Landes NRW. Zahlreiche Wuppertaler Landwirte haben sich daran beteiligt: Durch vielfältige Maßnahmen wurde die Unterhaltung landwirtschaftlicher Flächen, der Erhalt zahlreicher Landschaftselemente wie Hecken und Obstbäume gewährleistet und die Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten deutlich erhöht. Eine Änderung der Förderrichtlinien führte dazu, dass einige Flächen nicht mehr zu 100 Prozent gefördert wurden und u.U. ein städtischer Anteil erforderlich war (ca. 10 Prozent). Dies und die Begründung, eine effiziente personelle Betreuung sei nicht mehr zu gewährleisten, haben dazu geführt, dass das Kulturlandschaftsprogramm beendet wurde.

In den vergangenen Jahren ist das Umweltbewusstsein der Bevölkerung stark angestiegen, biologisch betriebene Landwirtschaft steigt in der Gunst der Verbraucher deutlich. Bienen- oder insektengerechte Ackerrandstreifen werden gefordert. Für eine an Naturschutzzielen ausgerichtete Bewirtschaftung ihrer Grünland- und Ackerflächen sowie die Pflege wertvoller Kulturbiotope wie Magerrasen, Heiden, Streuobstwiesen und Hecken können Landwirte einen finanziellen Ausgleich erhalten – über Kulturlandschaftsprogramme. Deshalb sollte die Verwaltung erneut in diese Förderprogramme einsteigen und entsprechende Umweltschutzziele festlegen.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Schürmann                               Ilona Schäfer
CDU-Fraktion, Sprecherin                Fraktion Bündnis 90/Grüne, Sprecherin

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17.04.2019
Bericht zum Freibad Mählersbeck

Gemeinsamer Antrag der CDU-Fraktion und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an den Betriebsausschuss Gebäudemanagement am 02.05.2019

Den Bericht der Verwaltung finden Sie hier:
Antwort_Freibad_Maehlersbeck

Sehr geehrte Frau Warnecke,

zur nächsten Sitzung des Betriebsausschusses Gebäudemanagement am 2. Mai 2019 beantragen die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen die Aufnahme des Beratungspunktes „Bericht zum Freibad Mählersbeck“.

Bekanntlich hat der Bund mit Beschluss des zuständigen Fachausschusses im Deutschen Bundestag seine Bereitschaft erklärt, die Sanierung des Freibades Mählersbeck mit vier Millionen Euro zu fördern. Dabei geht man von den zuletzt im vergangenen Jahr ermittelten Gesamtkosten in Höhe von elf Millionen Euro aus. Im städtischen Haushalt stehen für den Zeitraum bis zum Jahre 2022 hierfür fünf Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung der restlichen zwei Millionen Euro über den städtischen Haushalt ist nicht sichergestellt.

In diesem Zusammenhang bitten wir die Verwaltung, u.a. zu den nachfolgenden Fragen Stellung zu nehmen:

1.  Ist der Stand der im vergangenen Jahr ermittelten Baukosten mit einem Gesamtvolumen von zurzeit elf Millionen Euro noch aktuell und was wird damit umgesetzt?

2.  Könnte die Maßnahme ggf. auch mit einem um zwei Millionen Euro reduzierten Gesamtkostenvolumen noch sinnvoll verwirklicht werden? In welcher Weise würde sich eine solche Maßnahme von der ursprünglichen Planung unterscheiden bzw. was würde einer möglichen Kostenreduzierung in dieser Größenordnung zum Opfer fallen?

3.  Werden die Zuwendungen des Bundes anteilig berechnet und muss bei einer Veränderung der Gesamtbaukosten auch eine entsprechend reduzierte Fördersumme einkalkuliert werden?

4.  Sieht sich die Verwaltung unter den gegenwärtigen Voraussetzungen grundsätzlich in der Lage, das Projekt „Sanierung des Freibades Mählersbeck“ bis zum Jahre 2022 zu realisieren?

Die Stellungnahme der Verwaltung und die Ergebnisse der Beratungen im Betriebsausschuss Gebäudemanagement sind auch den Mitgliedern des Sportausschusses zu übermitteln.

 

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Hahnel-Müller, Stadtverordneter          Bettina Brücher, Bürgermeisterin
- Sprecher –                                                      – Sprecherin -

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15.04.2019
Durchführung einer Bürgerbefragung – Gemeinsamer Ergänzungsantrag T.O.P. “Sachstandsbericht zum Seilbahnprojekt”

Gemeinsamer Antrag an den   Ausschuss für Finanzen, Beteiligungssteuerung und
Betriebsausschuss WAW am 19.02.2019, an den Hauptausschuss am 20.02.2019
und an den Rat der Stadt Wuppertal am 25.02.2019

Der Antrag wurde beschlossen.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrter Herr Reese,

mit Schreiben vom 25. Januar 2019 hat die Düsseldorfer Bezirksregierung noch einmal
Stellung genommen zur Frage einer Bürgerbeteiligung beim Wuppertaler Seilbahnprojekt.
Danach hat der Rat der Stadt – unabhängig von der Frage der Zulässigkeit eines Ratsbürgerentscheids gemäß § 26 der Gemeindeordnung im vorliegenden Fall – „im Rahmen seiner
politischen Positionsfindung“ durchaus die „Möglichkeit, das breite Meinungsbild der Bürgerschaft einzuholen“. Die in der Verwaltungsvorlage Drucksache-Nr. VO/0078/19 aufgeführten Beteiligungsvarianten mit zum Teil demoskopischer Ausprägung erscheinen dabei zum größten Teil eher ungeeignet. Im Ergebnis liefert nur eine Vollerhebung analog zu den Vorgaben für einen Ratsbürgerentscheid ein präzises und repräsentatives Meinungsbild. Verbunden mit einer Art Selbstverpflichtung des Rates ist diese Form der Bürgerbefragung am ehesten geeignet deutlich zu machen, dass die Meinung der Bürger*innen unserer Stadt ernst genommen wird.

Vor diesem Hintergrund beantragen die CDU-Fraktion, die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, FDP und AfW, der Rat der Stadt möge in seiner Sitzung am 25. Februar 2019 wie folgt beschließen:

1.  Das Votum der Wuppertaler Bürger*innen zum Bau einer Seilbahn vom Wuppertaler
Hauptbahnhof auf die Südhöhen der Stadt wird in Form einer schriftlichen Vollerhebung
mittels Briefwahl abgefragt. Dabei ist die folgende Frage zur Abstimmung zu stellen:
„Sind Sie für den Bau einer Seilbahn vom Döppersberg über die Universität bis zum
Küllenhahn?“
Die Frage kann nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden.

2.  Die Abstimmung ist positiv entschieden, wenn sie von der Mehrheit der gültigen Stimmen mit „Ja“ beantwortet wurde und diese Mehrheit mindestens 10 vom Hundert der Abstimmungsberechtigten beträgt. Bei Stimmengleichheit gilt die Frage als mit „Nein“ beantwortet. Die abschließende Entscheidung obliegt dem Rat.

3.  Die Abstimmung wird analog zu den Bestimmungen der städtischen Satzung zur
Durchführung von Einwohneranträgen, Bürgerbegehren, Bürgerentscheiden und Ratsbürgerentscheiden gemäß §§ 25 und 26 GO NRW vom 14.07.2017, hier § 24 Abs.2
i.V.m. den §§ 9 ff. der Satzung durchgeführt.

4.  Als Termin für die Abstimmung wird der Tag der Europawahl, Sonntag, der 26. Mai 2019
festgelegt. Stimmbezirk ist das Stadtgebiet Wuppertal. An der Abstimmung nehmen alle
an diesem Tag in Wuppertal Kommunalwahlberechtigten teil.

5.  Die Verwaltung wird beauftragt, den Bestimmungen der Satzung für einen (Rats-)
Bürgerentscheid entsprechend die organisatorischen und verfahrenstechnischen
Voraussetzungen für die Abstimmung zu schaffen. Wie bei einem (Rats-)Bürgerentscheid ist in einer Abstimmungsinformation über Ablauf und Verfahren zu informieren.
Ferner enthält diese allen Kommunalwahlberechtigten zusammen mit den Abstimmungsunterlagen  zuzustellende Broschüre kurze Stellungnahmen der im Rat der Stadt vertretenen Fraktionen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Müller, CDU-Fraktion
Anja Liebert/Marc Schulz, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Gunhild Böth/Gerd-Peter Zielezinski, Fraktion Die Linke
Alexander Schmidt, FDP-Fraktion
Ralf Wegener, AfW-Fraktion

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12.03.2019
Resolution: Städtepartnerschaft mit Matagalpa (Nicaragua) stärken

Antrag mehrerer Fraktionen an den Hauptausschuss am 20.02.2019 und den Rat der Stadt am 25.02.2019

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

seit April 2018 protestieren große Teile der Bevölkerung in Nicaragua friedlich gegen die Regierung des Präsidenten Ortega und fordern Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Demonstrationen wurden durch Polizei und Paramilitärs mit brutaler Gewalt, die kaum jemand für möglich gehalten hat, niedergeschlagen. Auch die Menschen in Wuppertals Partnerstadt Matagalpa sind von Gewalt und dem Verlust von Grundrechten wie der Pressefreiheit, dem Recht auf freie Meinungsäußerung, des Demonstrationsrechts sowie des Rechts auf einen fairen Prozess betroffen.

Daher beantragen die Fraktionen von SPD, CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Linken, FDP, AfW und die Gruppe der WfW, der Rat der Stadt Wuppertal möge beschließen:

  1. Der Rat der Stadt Wuppertal erklärt sich solidarisch mit den Menschen in Nicaragua und empfindet es als seine Verantwortung darauf hinzuwirken, dass Deutschland die schweren Menschenrechtsverletzungen kommentiert und sich um eine Beteiligung an der Lösung des Konflikts bemüht.
  2. Der Rat der Stadt Wuppertal fordert für die Menschen in Nicaragua und in seiner Partnerstadt Matagalpa eine Rückkehr zur Demokratie und zur Einhaltung der Menschenrechte. Menschenrechte sind unteilbar.
  3. Der Rat der Stadt Wuppertal erwartet von den politischen Vertretern der Stadt Wuppertal auf Landes- und Bundesebene, die  Bundesregierung und die EU aufzufordern, alle geeigneten Einflussmöglichkeiten zu ergreifen, um die zivile Opposition in Nicaragua zu unterstützen und sich für die Freilassung aller politischer Gefangenen einzusetzen.
  4. Der Rat der Stadt Wuppertal bittet den Oberbürgermeister, sobald es die Umstände erlauben, sich auf den zuständigen Ebenen für eine Stärkung der städtepartnerschaftlichen Beziehung zwischen Wuppertal und Matagalpa einzusetzen und darauf hinzuwirken, dass z.B. die Feuerwehr-Partnerschaft und die  Klimapartnerschaft zwischen der Stadt Wuppertal und der Stadt Matagalpa fortgeführt werden können.

Begründung:
Seit 1987 ist Wuppertal mit seiner nicaraguanischen Partnerstadt Matagalpa eng verbunden. Viele Begegnungen zwischen Musik-Gruppen, Radfahrer*innen, kirchlichen Gruppen, Umweltfachleuten, Feuerwehr, Lehrer*innen und Bürger*innen fanden statt. Die Stadt Wuppertal und engagierte Bürgerinnen und Bürger unterstützen Schulen, haben Schulpartnerschaften angebahnt, ein gemeinsames Studienprojekt mit der Berg. Universität gegründet und viele andere Projekte durchgeführt. Seit 2012 besteht zwischen den beiden Städten eine Klimapartnerschaft.

Nach Angaben von internationalen und nationalen Menschenrechtsorganisationen mordet, inhaftiert und terrorisiert der Staat die Zivilbevölkerung in Nicaragua, die sich den Protesten angeschlossen hat. Dabei sind mehr als 300 zum größten Teil von der Polizei und paramilitärischen Gruppen erschossen und etwa 2.000 weitere mitunter schwer verletzt worden, etwa 700 sitzen im Gefängnis, allein in Matagalpa gibt es bisher 11 Tote und 26 namentlich bekannte Gefangene.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Klaus Jürgen Reese                        Michael Müller                                Anja Liebert/Marc Schulz
SPD-Fraktion                                    CDU-Fraktion                                   Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 

Gunhild Böth/Gerd-Peter Zielezinski     Alexander Schmidt         Ralf Wegener    Dorothea Glauner
Fraktion Die Linke                                          FDP-Fraktion                     AfW-Fraktion    Gruppe WfW

 

 

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01.03.2019
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Die GRÜNEN in Wuppertal
https://www.gruene-wuppertal.de/fraktion/antraege/14-punkte-paket-fur-mehr-klimaschutz-in-wuppertal/