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Digitale Modellregionen NRW

30. Januar 2018

Anfrage an den Ausschuss für Finanzen, Beteiligungssteuerung und Betriebsausschuss WAW am 06.03.2018 

Die Antwort der Verwaltung finden Sie in dieser PDF-Datei:
Antwort_Digitale_Modellregionen

Sehr geehrter Herr Reese,

die Landesregierung hat Wuppertal in das Projekt ‚Digitale Modellregionen NRW‘ aufgenommen. Damit ist unsere Stadt eine von fünf Regionen, die beispielhaft für ganz Nordrhein-Westfalen die Digitalisierung vorantreiben sollen.

Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Verwaltung um die Beantwortung der folgenden Fragen:
1. Wer wird das Projekt innerhalb der Stadtverwaltung leiten (abgesehen von OB und Stadtdirektor)?

2. Wie viele Stellen werden für das Projektbüro bereitgestellt?

3. Wie werden Datenschutz und die Barrierefreiheit der digitalen Angebote sichergestellt?

4. Wird es ein Authentifizierungsverfahren per Video-Konferenz geben?

5. Kann das Bürgerhaus dezentral eingerichtet werden, mit mehreren Standorten in der Stadt?

6. Welche der im Rahmen eines BITKOM-Wettbewerbes genannten Lösungen sollen in Wuppertal entwickelt werden (siehe Anlage)?

7. Kann im Rahmen des Projektes die Kommunikationstechnik für Mobilitätsstationen gefördert werden?

8. Können sämtliche B-Pläne im Internet zum Abruf für alle bereitgestellt werden?

9. Können die aktuellen Energieverbräuche (Strom, Gas, Fernwärme) der Wuppertaler Haushalte und Industrebetriebe als Summen in Echtzeit dargestellt werden? Kann dabei der Anteil der erneuerbaren Energien dargestellt werden?

10. Kann ein Managementsystem für Anfragen und Hinweise von Bürger*innen entwickelt  werden? (ordnungsdienst@wuppertal.de mit Antworten – bisher werden viele Bürgerhinweise nicht beantwortet)

11. Welche Ideen hat die Verwaltung für das digitale Gewerbeamt als „single point of contact?

12. Wie ist die Zusammenarbeit mit den anderen Modellregionen in NRW geplant?

 

Mit freundlichen Grüßen

Marc Schulz                                                 Klaus Lüdemann
Fraktionsvorsitzender                                  Stadtverordneter

 

Anlage:

Verwaltung in der digitalen Stadt – Darstellung aus BITKOM-Wettbewerb
Verwaltung in der digitalen Stadt: was heutzutage bereits technologisch möglich wäre
In der digitalen Stadt erfolgt der Austausch mit der Verwaltung primär elektronisch – kaum jemand muss mehr „zum Amt“. Dafür sorgt ein persönliches digitales Bürgerkonto, mit dem jeder Bürger Zugriff auf seine Stammdaten, Dokumente und Bescheide hat.
Bei Bedarf sorgt ein intelligentes Terminmanagement für eine unmittelbare Zuteilung eines/r Sachbearbeiters/in. Bürokratie wird auch für Unternehmen erleichtert. Notwendige Unternehmensdaten werden automatisch an die Behörden übermittelt. Bürger und Unternehmen tragen keine Daten zur Verwaltung, die diese ohnehin schon hat (z.B. Geburtsurkunde), stattdessen tauschen Verwaltungen notwendige Nachweise durch intelligente Registerabfragen selbstständig untereinander aus.
Die Stadtverwaltung hat jederzeit ein Echtzeitbild über ihre Verwaltungsvorgänge, kann Ressourcen besser planen und macht nicht-vertrauliche Daten der Allgemeinheit zugänglich und visualisiert sie gegebenenfalls.
Mobiles Arbeiten wird auch für Verwaltungsangestellte zur Normalität und erhöht so die Motivation und Mitarbeiterzufriedenheit.

 

Zur Umsetzung eignen sich zum Beispiel folgende Lösungen:

  • Zahlungsabwicklung online, mobiler point-of-sale “auf dem Amt direkt beim Beamten“
  • Digitales Bürgeramt
  • Transparenzportal
  • Zentrale Anmeldeplattform für Kindergärten und Schulen
  • Digitaler Einkauf/Beschaffung
  • 3D Plattform der Stadt
  • Bürgerbeteiligungsportal zur Partizipation der Einwohner bei der Stadtentwicklung, Bauprojekten oder beim Bürgerhaushalt

Quelle: http://www.digitalestadt.org/bitkom/org/Digitale-Stadt/Digitale-Stadt/Verwaltung/index-2.html